TOURBERICHT   
   BILDER - Fotos unserer Rundreise   
   MEKONGDELTA       CHAU DOC       SAIGON (Ho Chi Minh Stadt)       CAO-DAI   
kurzer Bericht über unsere Südvietnamerlebnisse
Der Urlaub 2002 führte uns nach Südostasien, in die Länder Thailand, Kambodscha und Vietnam. Die Tour begann in Bangkok, von wo aus wir weiter über die Etappen Siem Reap (Kambodscha) und Phnom Penh (Kambodscha) nach Vietnam ins Mekongdelta und Saigon reisten. Hier wollen wir einen kurzen Ablauf unseres Aufenthaltes in Südvietnam wiedergeben, sowie stehen auf den folgenden Seiten 32 Bilder, die auch vergrößert werden können, zur Ansicht bereit.
  Von Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas brachte uns ein Shuttleboot der Hotelgruppe Victoria über die Grenze nach Vietnam ins Mekongdelta. Knapp vier Stunden dauerte die Fahrt auf dem Bassac-Fluss, einen Nebenarm des Mekong. Allein der Grenzübertritt nach Vietnam dauert fast 2 Stunden.
Am späten Nachmittag trafen wir dann in Chau Doc, einem kleinen Grenzort an.
Da unser Hotel direkt am Fluss lag, wurden wir am nächsten Morgen durch das Knattern der Motoren von den Booten früh geweckt. Nach dem Frühstück machten wir uns dann selbst in einem Boot auf um Chau Doc zu erkunden. Der kleine Grenzort
ca. 285km südwestlich von Saigon bietet nicht viel sehenswertes, aber auf der Bootstour lernten wir das Leben im Mekong-Delta ein wenig kennen. Vorbei an Hausbooten und schwimmenden Fischfarmen fuhren wir zu einem islamischen Dorf, wo Webarbeiten hergestellt und natürlich auch verkauft wurden. Nach unserer Rückkehr unternahmen wir noch einen Abstecher zum Markt.
Etwas außerhalb von Chau Doc gibt es ein beliebtes Ausflugs - und Pilgerziel, der 230 m hohe Sam-Berg. An diesen Berg befinden sich mehrere Tempel. Also fuhren wir am Nachmittag dort hin und besichtigten drei dieser Bauten.

Nach anderthalb Tagen Fahrt von Chau Doc, mit einer Zwischenübernachtung in Can Tho, erreichten wir Ho Chi Minh Stadt. Hier verbrachten wir dann unsere restlichen drei Tage, ehe es wieder über Bangkok zurück nach Deutschland ging.
Das frühere Saigon wird von Hektik und der Jagd nach dem großen Geld regiert. Protzig glänzen die Glasfassaden der neuen Hotels. Wer zu Geld gekommen ist, wird leicht am Handy erkannt. Doch trotz sozialer Gegensätze und der momentanen
Bauwut besitzt Saigon immer noch unverwechselbaren französischen Charme. Früher lebten viele Europäer hier, und manches in Saigon mutet noch sehr europäisch an: die baumbestandenen Alleen, die schattigen Parks und die Kathedrale Notre Dame. Dieser roter Backsteinbau von 1880 ist eindeutig ein Stück Frankreich. Weiterhin sehenswert sind die Oper, das Rathaus sowie die Hauptpost, die sich alle im Umkreis von wenigen 100 m befinden.
Die größte Stadt Vietnams besteht aus zwei Teilen, einmal das alte Saigon und Chinatown auch Cholon genannt. Der Ben-Thanh-Markt, welcher sich im alten Saigon befindet bietet alles für das touristische Herz. Fälschungen von Uhren und T-Shirt gibt es hier in Überfluss und billiger als in Bangkok.
In Ho Chi Minh ["der Erleuchtete"] leben mittlerweile rund 6 Millionen Menschen mit über 3 Millionen Mopeds bzw. Motorräder. Wir hatten den Eindruck es herrscht das blanke Chaos auf den Straßen, aber es klappt alles Reibungslos.
Bis 1976 hieß diese Großstadt - nordöstlich vom Mekongdelta und am Saigonfluss gelegen - Saigon und war Hauptstadt von Indochina (1887-1902), von Vietnam (1945) sowie von Südvietnam (bis 1976).

Den zweiten Tag in Hi Chi Minh Stadt nutzten wir für einen Ausflug nach Tay Ninh zum "Heiligen Stuhl" der Caodai-Sekte.
1919 erschien dem Kolonialbeamten Ngo Van Chieu ein strahlendes Auge, ein Ereignis, das in den folgenden Jahren auch einige seiner Kollegen widerfuhr. So gründeten sie 1926 die Caodai-Sekte (Großer Palast). Um 12.00 Uhr beginnt dann der Mittagsgottesdienst. Eine farbenprächtige Zeremonie dieser eigenwilligen Religion, die Katholizismus, Konfuzianismus, Buddhismus und den Islam verbindet. Überall leuchtete das allsehende Auge in einem Dreieck, von den neun Strahlen ausgehen.

Auf dem Weg nach Tay Ninh liegt auch das Tunnelsystem von Cu Chi. Auf drei Ebenen in 4m, 6m und 8m Tiefe legten die Mitglieder des Viet Minh Tunnelröhren mit Schlafräumen, Küchen, Krankenstationen, Vorratskammern, Bombenschutzräumen und Brunnen an. Nach einem "Propaganda Film" über die Geschichte und Entstehung des Tunnels besuchten wir den Tunnel, der mittlerweile für Besucher erweitert und befestigt wurde.
Nach den Tagen in Saigon war unsere Südostasientour zu Ende und wir flogen Heim nach Berlin.

überarbeitet März 2007