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Im November 2000 tourten wir durch verschiedene Nationalparks der US-Bundesstaaten
Arizona, Utah und Nevada. Dabei legten wir über 2200 km mit dem Mietwagen
in zwei Wochen zurück. Hier wollen wir einen kurzen Ablauf unsere Tour
wiedergeben und auf den folgenden Seiten stehen 73 Bilder, die auch vergrößert
werden können, zur Ansicht bereit. |
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Unsere Tour begann in Tucson (Arizona) wo wir erst sehr spät ankamen und
zufrieden waren, dass die Autovermietung noch geöffnet hatte. Tucson ist die größte Stadt im südlichen Arizona.
Obwohl Tucson einer der ältesten Städte des amerikanischen Westen ist, hat sie leider
für unseren europäischen Geschmack nur wenig Historisches zu bieten. |
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| Fast rund um die Stadt wächst der Saguarokaktus. Zwei dieser Gebiete
wurden zu Nationalparks erklärt. Wir waren in dem südöstlich gelegenen Saguaro-Nationalpark.
Auf einem knapp 15 km langen Rundkurs des Nationalparks hatten wir eine
Begegnung mit einen Coyoten der über die Piste gelaufen ist. An vielen
Plätzen konnten wir unser Auto abstellen und einige kleine Spaziergänge
unternehmen. Bis zu 200 Jahre alt, bis zu 15m hoch und über acht Tonnen
schwer können diese “Könige der Wüste” werden. Die Saguaro's sind das
Symbol des Westen und kommen weltweit nur in Arizona und Mexiko vor. |
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| Einen weitere Ausflug unternahmen wir zur Biosphäre II. Sie ist das Spielzeug eines reichen Spinners
und einiger Wissenschaftler, die hier in der Einöde Arizonas eine Erde unter Glaskuppeln
schaffen wollten. Das Experiment scheiterte und 1996 übernahm die Columbia Universität das Management. Heute untersuchen |
| Wissenschaftler
die Auswirkungen eines erhöhten Kolendioxid-Gehalts in der Atmosphäre und es werden Führungen
durchgeführt. |
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Nach zwei Tagen in Tucson fuhren wir weiter zum Grand Canyon und unternahmen zuvor noch einen
Abstecher nach Sedona. Dieser Abstecher war eine spontane Entscheidung, die wir
erst auf der Fahrt trafen. Hier erwartete uns eine faszinierende Bergwelt. Sedona ist
zwar ein reiner Touristenort mit vielen Souvenirläden, Restaurants und Hotels die teilweise überteuert
sind, aber die Umgebung, die roten Berge, die steilen Canyonwände waren umso spektakulärer.
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Am späten Nachmittag sind wir dann weiter nach Flagstaff. Schon in Flagstaff mussten
wir einen Temperatursturz hinnehmen. In Tucson noch um die 22°C, war nun das Thermometer
auf 0°C gesunken. Am nächsten Morgen
staunte Silvi nicht schlecht, als sie aus dem Fenster schaute. Die Minusgrade in der Nacht haben die
Fenster am Auto vereisen lassen.
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Unterwegs zum Grand Canyon legten wir am Imax-3-D Kino eine Rast ein und schauten uns eine Dokumentation
an. Von hier aus waren es noch gut 30 Min. Fahrzeit bis nach Grand Canyon Village zur
Maswik Lodge. Grand Canyon Village am South Rim ist das touristische
Zentrum am Canyon und Shuttle Busse verkehrten entlang der meist für den öffentlichen
Verkehr gesperrten Straßen am West Rim, sowie innerhalb des Ortes. Der Grand Canyon ist zwischen
6,4km und 28,8km breit, erreicht eine Tiefe von bis zu 1600m, wobei der North Rim etwa
300m höher liegt als der South Rim, und ist insgesamt 870km lang.
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Da es bei unserem Besuch nun auch noch nachts geschneit hatte, verkehrten einige
Busse wegen der schlechten Straßenverhältnisse nicht und so machten wir
uns zu Fuß auf um den West Rim bei 0°C erkunden. Trotz der nicht geraden optimalen
Wetterverhältnisse wanderten wir über 13km im Schnee und bei Eis.
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Nach zwei Nächten in der Maswik Lodge musste das Auto erst einmal vom Schnee befreit
werden um dann auf schneebedeckten und glatten Strassen entlang dem East Rim Drive (Fernstraße 64) Richtung Monument Valley zu
gelangen. Unterwegs legten wir am Grandview Point und beim Desert View jeweils noch
einen kurzen Stopp ein. |
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Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir das Gebiet von Monument Valley
und unsere Übernachtungsstätte, die Gouldings
Trading Post and Lodge. Am nächsten Morgen unternahmen wir dann eine Rundfahrt durch den Monument Valley Navajo Tribal Park. |
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Ein Visitor Center mit kleinem Museum am Parkeingang dient als Ausgangspunkt wie auch als
Verkaufsstätte. Das Valley liegt auf dem Gebiet der Navajo Indianer und wird auch
von ihnen verwaltet. Die kolossalen und bis 300 m hohen Monolithe
haben schon in vielen Wildwestfilmen und Werbespots als Kulisse gedient und sind daher beliebtes
Touristenziel.
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Die etwa 17km langen Rundtour dauerte ca. 2 Stunden und trotz des schlechten Zustandes
der Parkstrasse hatten wir riesigen Spaß und können es nur weiterempfehlen.
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Vom Monument Valley aus fuhren wir zum Lake Powell
nach Page bzw. zum Ferienort Wahweap, welcher sich etwas ausserhalb von Page
befindet. Bei strahlenden Sonnenschein, aber immer noch Temperaturen knapp über 5°C bezogen wir
unser Zimmer in der Wahweap Lodge.
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Page entstand ursprünglich als Wohnsiedlung für die Arbeiter
des Glen Canyon Damms, dient heute vor allem als Ausgangspunkt für Besichtigungstouren
per Boot oder Flugzeug. Bei Page wird der Colorado River mit seinen Nebenflüssen
im Glen Canyon zum 300 km langen Lake Powell aufgestaut. Es dauerte 17 Jahre,
bis sich das gewaltige Staubecken erstmals gefüllt hatte. Der Lake Powell liegt zum größten
Teil in Arizonas Nachbarstaat Utah. Die meisten Sehenswürdigkeiten kann man nur vom Wasser
aus entdecken. Angesichts der wüstenartigen Landschaft ringsum dient der See vor allem
als Wasserreservoir und Stromerzeugung.
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Für den Lake Powell hatten wir einen ganzen Tag eingeplant, daher hatten wir schon im voraus zwei
Nächte in der Lodge gebucht. Nach dem Frühstück im Restaurant mit Panoramafenstern stand die am Vortag gebuchte Bootstour auf dem Programm. Diese führte uns
zur etwa 80km entfernten Rainbow Bridge,
mit 88m Höhe und 82m Spannweite der größte natürliche Felsbogen der Welt. Dafür nahmen wir eine insgesamt
5-stündige Bootsfahrt auf dem Lake Powell auf uns.
Auf Grund der Kälte war es unmöglich länger als einige Minuten auf dem Oberdeck im Freien zu
verweilen, immer wieder flüchteten wir ins beheizte Unterdeck und wärmten uns bei einer Tasse heißem
Kaffee. An der Rainbow Brigde hatten wir ca. 30 Minuten Zeit zu einem Landspaziergang.
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Um zum Zion Nationalpark zu gelangen verließen wir Wahweap Richtung Norden auf dem U.S. Highway 89.
Nach knapp 100 km erreichten wir den Abzweig auf die Fernstraße 9. Die
Fernstraße 9 windet sich in Canyon hinein. Nach einer Tunneldurchfahrt hielten
wir auf den anschließenden Parkplatz und unternahmen eine erste Wanderung zum sich hier befindenden Aussichtspunkt.
Nach einer halben Stunde gelangten wir zum Aussichtspunkt und hatten einen fantastischen Blick über
den Nationalpark.
Wieder zurück am Auto folgten wir die Fernstraße 9 weiter durch sechs Haarnadelkurven bis wir zum Canyongrund
gelangten und unser Hotel erreichten. |
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Die Mormonen waren die ersten Weißen, die hier ihre Spuren
hinterließen, weshalb der Zion Canyon nach dem Burgberg Jerusalems benannt ist. Auch
die Flüsse und Berge tragen biblische Namen. In 200 Millionen Jahren hat der
Nordarm des Virgin Rivers die Schlucht im Zion NP ausgewaschen. Das tolle am Zion ist,
dass es hier viele Wanderwege verschiedenen Kategorien gibt. Leider konnte wir wegen der
Kälte nicht sehr viel wandern, da etliche Wege wegen Eisbildung an den steilen
Canonwänden gesperrt waren. Einer der bequemsten Wanderwege ist der Gateway to the
Norrows Trail. Er beginnt am Fuße des "Temple of Sinawava", eines der
markanten Massive des Canyons. Aber wie schon geschrieben sind wir nicht sehr weit
gekommen, da der Trail zum Teil gesperrt war. Bevor man loswandert, sollte man sich
vorsichtshalber im Visitor Center über die verschiedenen Wanderrouten erkundigen. |
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Nach der Übernachtung in der rustikalen Zion Lodge schauten wir uns noch etwas im Nationalpark um und unternahmen
eine kurze Wanderung. Am späten Vormittag setzten wir unsere Reise Richtung Las Vegas fort. |
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Nur durch Zufall entdeckten wir das Valley of Fire.
Nach dem wir den US-Bundesstaat Utah verlassen hatten (endlich wieder Temperaturen um die
20 Grad) wollten wir eigentlich auf den Interstate Highway bis Las Vegas durchfahren.
Wir lagen sehr gut in der Zeit und so entschieden wir uns den Highway in Höhe
Glendale zu verlassen und folgten der Fernstraße 169. Nach etwa 50 km führt die
Fernstraße übrigens wieder auf den Highway zurück. |
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Die rötliche Felswelt hat seit nun mehr (geschätzten) 150 Millionen Jahren ihre prähistorischen Zeitgenossen
wie Dinos, Basket Makers, Anasazi-und Paiute-Indianer überlebt. Wanderwege führten uns durch Felsen
in dessen Wände indianische Zeichnungen eingeritzt
sind.
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Vom Valley aus waren es nur noch etwa 45 Autominuten bis nach Las Vegas.
Einst war das kleine Städtchen ein verschlafenes Nest in der Wüste, bevor das Parlament von
Nevada 1931 beschloss, das Glückspiel zu legalisieren.
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Im Downtown Casino Center in der Fremont Avenue befand sich unser Hotel, das Golden
Gate. Das ältesten Hotel von Las Vegas. Im Gegensatz zum Kilometer langen Las Vegas
Strip ist Downtown der ältere Stadtkern. Durch den Konkurrenzdruck der Mega-Resorts
am Strip haben sich einige Hotels zusammengetan um die Fremont Avenue zu einem überdachten
Fußgängerboulevard mit künstlerischen Nebelbänken, Laser-und Soundeffekten zu
machen.
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The Strip ist die Vergnügungsmeile von Las Vegas. So wird der Las Vegas Boulevard südlich
der Sahara Avenue genannt. Hier stehen die großen Mega-Hotels. Sie brüsten sich als Pyramiden,
Obelisken und Sphinxen (Luxor), als komplette Skyline (New York, New York) usw. Die meisten
dieser Hotels bieten nicht nur Gästezimmer, Spielcasinos und Unterhaltungsprogramme, sondern
sie verfügen auch über mehrere Spezialitätsrestaurants sowie Freizeiteinrichtungen mit Poolanlagen
uvm. |
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Die beiden Nächte verbrachten wir in den zahlreichen Casinos und am Tag unternahmen wir eine
Ausflug zum
Hoover Damm. Der Damm befindet sich an der Grenze zwischen Nevada und Arizona. Angekommen gingen wir gleich zu den Aussichtpunkten
auf der Dammkrone und hatten dann eindrucksvollen Ausblicke. Dann ging es weiter, Schutzhelm auf und
der Rundgang konnte beginnen. Mit dem Aufzug fuhren wir 160m in die Tiefe, um einen Blick auf die riesigen
Generatoren zu werfen. |
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| Unsere letzte Etappe führte zurück in den Bundesstaat Arizona
nach Phoenix. Obwohl Arizona einer der jüngsten Staaten der USA ist, so
liegt seine Hauptstadt doch auf historischen Boden. Mit den Nachbargemeinden Mesa, Scottsdale
und Tempe leben hier fast 2Millionen Menschen. Seit 1889 ist Phoenix die Hauptstadt Arizonas. |
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Unser Hotel lag in noblen Scottsdale, auch “Old Town”
in Westernkleid genannt. Scottsdale ist ein Straßenquadrat aus vielen kleinen Shops, Galerien und Lokalen
mit anschließenden Skulpturenpark und Picknicktischen, welches somit zum relaxtes Shopping
einladet. In jeden zweiten Geschäft gab es Cowboystiefel, Silberschmuck oder sonstige Westernfolklore zu kaufen.
Gut gegessen haben wir in der “Tortilla Factory” in der Main Street. |
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In Downtown gibt es leider nicht viel zu sehen, hier befindet sich das Arizona Center,
einer Shopping-Oase inmitten schattenspendender und wasserreichen Gartenarchitektur mit einige
Cafes und Restaurants. Für Sportfans war die America West Arena sehenswert. Hier schauten wir uns ein Eishockeyspiel der
damals dort beheimateten Phoenix Coyotes an. Mittlerweile spielen die Coyotes in der neu errichteten Glendale
Arena. Sie befindet sich in dem gleichnamigen Vorort von Phoenix.
Am Heritage Square, konnten wir einige Häuser aus dem späten 19 Jahrhundert,
der Gründerphase der Stadt bewundern. |
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Wer auf eine nachgebaute Westernstadt steht, sollte so wie wir nach “Rawhide” fahren. Sie liegt etwas stadtauswärts
von Scottsdale und bietet neben Stuntshows auch Kutschfahrten und andere
Programmpunkte an.
Hier in Phoenix endete unsere Tour durch den Südwesten. |
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überarbeitet Mai 2007 |