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Pretoria - Swaziland  Kruger NP - Blyde River Canyon 

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UNTERWEGS IM ÖSTLICHEN SÜDAFRIKA UND SWAZILAND - Teil 1: TSHWANE - SWAZILAND
Interessante Reiseberichte über Südafrika und das Interesse an Tierbeobachtungen weckten in uns die Lust auf einen Urlaub in Südafrika. In den knapp drei Wochen ging es durch den östlichen Teil Südafrikas. Die Tour führte uns durch die Provinzen Gauteng, Kwazulu-Natal, Limpopo und Mpumalanga, sowie durch das Königreich Swaziland. Besucht haben wir die Game Reservate Hluhluwe und Edeni, den Kruger Nationalpark und in Swaziland den Mlilwane Wildlife Sanctuary.
Mit dem Mietwagen, einem Polo Classic legten wir zu zweit 3.875km zurück. Darunter sind etwas über 1.100km alleinige Pirschfahrten in den oben genannten Parks.
Unter Reiseverlauf ist ein Kurzüberblick der Rundreise wiedergeben und auf den Fotoseiten stehen neben Kurzberichte auch Bilder, die vergrößert werden können, zur Ansicht bereit.
Die Tour wurde von uns selber zusammengestellt und haben die Unterkünfte, Flüge und Mietwagen über das Internet gebucht. Die Anreise erfolgte von Berlin über London nach Johannesburg mit der Fluggesellschaft British Airways. Den Mietwagen hatten wir über den Reiseveranstalter „DerTour“ bei der Autovermietung Thrifty bestellt.
Nach der Ankunft in Johannesburg und dem Empfang des Mietwagens fuhren wir ins 60km entfernte Pretoria bzw. Twshane wie die moderne Stadt heute heißt. TSHWANE bedeutet „Gleichheit“ und ist seit Bestehen der Republik Südafrika Hauptstadt und neben Kapstadt Regierungssitz.
Schon auf der Fahrt unternahmen wir einen Stopp am Voortrekker Monument, welches vor den Toren der Stadt liegt. Es ist den Voortrekkern gewidmet, die sich mit ihren Ochsenkarren aufmachten ins unerforschte Südafrika um neue Siedlungsräume zu erschließen. In der Heldenhalle erzählen Marmor-Reliefs die Geschichte des Trecks und die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Zulus. Weiter ging es zu den Union Buildings, dem Regierungssitz hier in Tshwane. 1913 wurde dieses prächtige Gebäude fertiggestellt und im terrassenförmig angelegten Garten konnten wir spazieren gehen. Das Gebäude durften wir nicht besichtigen.
Eine böse Überraschung warte auf uns beim Hotel, in dem wir schon vor Monaten über das Internet ein Zimmer reservierten. Das Hotel entpuppte sich als Hostel ohne Parkplatz, wo überwiegend Studenten übernachteten. Kurzerhand entschlossen wir uns für ein anderes Hotel, welches direkt am Bahnhof lag und auch über einen Parkplatz verfügte.
Vom Hotel (Victoria) erreichten wir zu Fuß den Church Square mit seinen historischen Bauwerken. So befinden sich rund um die Paul Kruger Statue der Ratssaal (Old Raadsaal), der Justizpalast und das berühmte Café Riche. Viel Auswahl an Cafés bietet das Zentrum nicht, daher suchten auch wir den Weg ins Café Riche.
Zum Abendessen das gleiche Problem wie am Nachmittag, wir fanden keine Restaurants im Zentrum und so blieb uns nichts weiter übrig als in einem Schnellimbiss einzukehren.
Auf dem anschließenden Spaziergang zurück zum Hotel waren wir etwas verunsichert, denn zu diesem Zeitpunkt waren keine weiteren Touristen im Zentrum und zudem liefen wir als einzige mit weißer Hautfarbe die Straße entlang. Von den Einheimischen interessierte dies aber keinen, sie schenkten uns keinerlei Beachtung und so kamen wir sicher im Hotel an.

Etappe 1:
Tshwane - Pietermaritzburg  /  Entfernung: 571km
Abfahrt 08:15 Uhr - Ankunft 15:15 Uhr mit kurzen Pausen unterwegs an Tankstellen
Nach nur einer Nacht in Tshwane fuhren am frühen Morgen los Richtung Pietermaritzburg, die Hauptstadt der Provinz KwaZulu-Natal. Die Fahrt entlang der Autobahnen N1 und N3 war unspektakulär. Fährt sich aber sehr gut und wir haben schnell gelernt, dass in den Ballungsräumen viele Radarfallen aufgestellt sind.
Der Stadtkern ist teilweise geprägt von Victorianischen Bauten die aus der britischen Vergangenheit stammen. Einige Häuser standen leer und machten nicht mehr den besten Eindruck. Allerdings wurde Pietermaritzburg 1838 von den Voortrekkern gegründet und einige Jahre später (1843) von den Briten besetzt. Das Rathaus, die City Hall ist das größte Backsteingebäude in Südafrika und stammt aus dem Jahr 1893. Sieben Jahre später (1900) wurde der 47m Hohe Glockenturm angebaut.
Entdeckt haben wir noch in der Einkaufspassage, der Church Street, die St. Peter's Church aus dem Jahre 1857.
Auch in Pietermaritzburg war es unmöglich ein geeignetes Restaurant im Stadtzentrum zu finden. Die meisten Restaurants befanden sich weiter abseits des Zentrums und wären nur mit dem Auto zu erreichen gewesen. Wir waren aber wieder zu Fuß unterwegs und so blieb nur der Weg in einem Imbiss um Abend zu essen.

Etappe 2:
Pietermaritzburg - Hluhluwe Game Reserve / Entfernung: 370km
Abfahrt 08:10 Uhr - Ankunft 12:00 Uhr
Auch in Pietermaritzburg blieben wir nur eine Nacht und machten uns am nächsten Morgen auf dem Weg in das
HLUHLUWE GAME RESERVE. Bis Durban folgten wir die Autobahn N3 und danach entlang der Küste Richtung Osten den Highway N2 bis zu einem Abzweig zur Ortschaft Hluhluwe. Von hieraus ist dann der weitere Weg ausgeschildert.
Eigentlich handelt es sich hier um einen Doppelpark, wobei der nördliche Teil Hluhluwe und der südliche Teil Imfolozi genannt wird. Der Imfolozi Teil wurde 1885 als Park gegründet und 1887 kam der nördliche Teil als Naturschutzgebiet hinzu. Die Parkgröße beträgt insgesamt 96.000ha.
Wir hielten uns ausschließlich im Hluhluwe Reservat auf und hatten für drei Nächte im Hilltop Camp gebucht. Auf unseren verschiedenen Pirschfahrten mit dem Mietwagen legten wir ca. 200km innerhalb des Parks zurück und hatten einige Begegnungen mit Breitmaulnashörnern, Kaffernbüffeln, Warzenschweinen, Zebras und verschiedenen Antilopenarten.
Nur einmal entschlossen wir uns einen Abstecher in den Imfolozi Teil zu unternehmen, um am dortigen Vulamehlo Craft Center nach Zulu-Handarbeiten als Souvenirs zu schauen.
Nervös waren wir auf der ersten Pirsch, als eine Herde Kaffernbüffel den Weg versperrte. Wir entschlossen uns zu warten und nach einigen Minuten konnten wir dann die Fahrt fortsetzen bis ein Breitmaulnashorn auf der Piste auftauchte. Leider machte das Breitmaulnashorn nicht den Weg frei, sondern entschloss sich auf uns zu zukommen. Unruhe kam im Auto auf, die Kamera aus der Hand gelegt, den Rückwärtsgang eingelegt und zurückgesetzt. Das Nashorn ging weiter die Piste entlang und so entschlossen wir uns das Auto zu wenden und uns aus dem Staub zu machen.
Nicht verheimlicht werden soll, dass wir auch eine organisierte Abendsafari unternommen haben und das Glück hatten auf dieser Fahrt einen Elefanten zu begegnen. Obwohl man die Pisten selber mit dem Auto befahren kann, sollte man durch aus auch eine Safari mit einem Ranger unternehmen.
Der Park ist bekannt für seine große Anzahl hier lebenden Breitmaulnashörner, aber wir hatten nicht damit gerechnet einige diese Exemplare so nah zu begegnen. Wir sind wirklich begeistert vom Reservat und es hat viel Spaß gemacht die einzelnen Pisten abzufahren.

Etappe 3:
Hluhluwe Game Reserve - Mlilwane Wildlife Sanctuary (Swaziland) / Entfernung: 280km
Abfahrt 09:30 Uhr - Ankunft 13:50 Uhr
Nach dem Hluhluwe Game Reservat hieß es erst einmal Abschied nehmen von Südafrika, denn die nächste Etappe führte ins Königreich Swaziland. Über den Highway N2 gelangten wir fast bis zur Grenzstation Goleta / Lavumisa (10km von der N2 entfernt). Der Grenzübertritt mit dem Mietwagen dauerte keine 30 Minuten und schon waren wir auf einer Überlandstraße Richtung der Hauptstadt Mbabane.
Das KÖNIGREICH SWAZILAND ist mit einer Fläche von 17.363 km² neben Gambia der zweitkleinste Staat des afrikanischen Kontinents.
Für die Einreise mit dem Mietwagen benötigten wir ein Transitpapier vom Autovermieter, welches wir gleich bei der Anmietung am Flughafen in Johannesburg bekamen. Der Grenzübertritt verlief problemlos. Das Visum bekommt man kostenlos vor Ort. Nur eine kleine Gebühr von 50 Rand mussten wir bezahlen. Diese Gebühr, so glauben wir, war eine Straßenbenutzungsgebühr (Maut). Schon in Südafrika mussten wir entlang der verschiedenen Autobahnen an Tollstationen Gebühren für die Benutzung bezahlen.
Der Zustand der Straße war in Ordnung und so fuhren sich die etwa 170km von der Grenze bis zum Mlilwane Wildlife Sanctuary schnell herunter. Das Mlilwane Wildlife Sanctuary wurde von der Familie Reilly als erstes Naturschutzgebiet in Swaziland gegründet. Der Park entstand auf dem privaten Farmgebiet der Familie zwischen 1950 und 1960 und befindet sich im Ezulwini Valley zwischen den beiden Großstädten Manzini und Mbabane.
Das Naturschutzgebiet besteht aus zwei Teilstücken, einmal den Wildlife Park und zum Zweiten aus einem Botanischen Garten rund um der Reillys Rock Lodge. In der Lodge hatten wir uns für zwei Nächte einquartiert.
Aufgrund der beiden Übernachtungen blieb genügend Zeit den Park zu Fuß als auch mit dem Auto zu erkunden. Eine Wanderung sollte uns eigentlich zur Bushmans Cave, einer Höhle führen. Aber nach fast 90 Minuten brachen wir diese Tour ab und kehrten zur Lodge zurück. Ursprünglich sollte die Wanderzeit zur Höhle nur 45 Minuten betragen. Zudem erwies sich die Tour für uns Städter auch etwas anstrengend, auf Felsen steigen und über Zäune klettern zählen nicht zu unserem täglichen Fitnessprogramm. Immerhin entschädigten die tollen Ausblicke für diese Strapazen.
Mit dem Auto sind wir in den südlichen Teil des Parks zum Main Rest Camp mit seinem Hippo-Pool gefahren. Vom Restaurant aus schauten wir direkt auf den Pool, wo durchaus auch mal Flusspferde auftauchen. Leider tauchten sie bei unserem Besuch nicht auf, dennoch was es schön an diesen Platz zu verweilen. Wir entdeckten die Flusspferde später an einem Zufluss und konnten sie nur mit einem Fernglas beobachten. Etwas näher an das Flussufer zu treten hielten wir für eine schlechte Idee, da dort ein Krokodil lag.
Da keine Raubtiere im Park leben und man das Auto verlassen darf, konnten wir Zebras und Blessböcke aus nächster Nähe beobachten.
weiter geht die Reise zum: TOURBERICHT TEIL2
Stand: Februar 2010