TROPISCHER REGENWALD
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Wir sind zwei Privatpersonen die ihren jährlichen Urlaub mit Rundreisen durch verschieden Länder verbringen.
Einige unserer Reisen führten in Gebiete des tropischen Regenwaldes und lernten dieses Ökosystem somit ein wenig kennen.
Hier sollen nun einige Fragen zum Thema Regenwald beantwortet werden.
Angefangen hat alles 2003 mit der Reise nach Costa Rica.
In den letzten Jahren kamen Touren nach Borneo (2005), ins südliche peruanische Amazonasgebiet (2007) und zu den Mayastädten (2008) im mexikanischen Regenwald auf der Halbinsel Yucatán hinzu.
Denkt aber bitte daran, dass wir keine Tropenforscher bin.
Die Informationen stammen aus zahlreichen Magazine, Büchern und von digitalen Medien.
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Was macht den Wald zum tropischen Regenwald?
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Der Begriff "Tropischer Regenwald" ist ein wissenschaftlicher Name für ein bestimmtes Ökosystem, welches so komplex ist wie kein anderes.
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Tropischer Regenwald ist nur in den immer feuchten Gegenden beiderseits des Äquators anzutreffen.
Geographisch liegen diese Wälder zwischen dem nördlichen Wendekreis (23° 27' nördlicher Breite) und dem südlichen Wendekreis (23° 27' südlicher Breite). In diesen Gebieten liegt die durchschnittliche Temperatur gleichbleibend
zwischen 20 Grad und 30 Grad Celsius und wo das ganze Jahr über Niederschläge
von insgesamt mehr als 2000 Millimeter pro Quadratmeter fallen. In machen
Gebieten bis zu 10 Meter (10 000 mm) im Jahr. Zum Vergleich fällt z. B. in
Deutschland pro Jahr etwa 0,7 bis 1 Meter pro Quadratmeter Niederschlag.
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Es gibt nur zwei Jahreszeiten, die Trockenzeiten in der mindestens 100 Millimeter Regen pro Monat
fällt und die Regenzeit. In dieser Zeit gibt es täglich Regenfälle und manchmal regnet es auch einige Tage ohne Unterlass.
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Wodurch entsteht tropischer Regenwald?
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Über den Äquator ist die Sonneneinstrahlung am höchsten und sie Sonne hat
sehr viel Kraft um die Atmosphäre zu erwärmen. Die aufsteigenden erwärmten
Luftmassen kühlen sich mit zunehmender Höhe immer mehr ab. Passatwinde wehen
auf die Zonen mit der aufsteigenden Luft zu, und da sie vom Meer kommen, sind
diese Winde mit Feuchtigkeit beladen. Da kalte Luft weniger Wasserdampf halten
kann als warme Luft kommt es zur Wolkenbildung und später zu ergiebigen
Regenfällen und starken Gewittern.
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Dadurch entsteht um den Äquator das warme, feuchte Klima, welches ein
tropischer Regenwald zum überleben braucht.
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Wie alt sind tropische Regenwälder?
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Auf der Erde gibt es seit über 100 Millionen Jahren Regenwälder. Während der Eiszeit schrumpften die Regenwälder zusammen, da sich das Klima in den Tropen veränderte. Trotz des trockenen und kälteren Klimas sind in vielen Gebieten Regenwaldreste erhalten geblieben. Nach dem Ende der Eiszeit vor 10 000 bis 12 000 Jahren begann sich der Regenwald erneut auszudehnen.
Am Ende bedeckten rund 16 Millionen Quadratkilometer die rund um den Äquator die Erdoberfläche.
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Der älteste Regenwald befindet sich heute in Malaysia im Nationalpark Taman Negra.
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Wo finde ich heute noch den tropischen Regenwald an?
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Ursprünglich bedeckten Regenwälder eine Fläche von circa 16 Millionen Quadratkilometer (etwa 20%) zu beiden Seiten des Äquators rund um die Erde.
Heute sind es nur noch ca.7%.
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Das Amazonasbecken in Südamerika ist heute das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet und umfasst flächenmässig etwa die Hälfte
der noch existierenden tropischen Regenwälder. Dieser Tieflandregenwald ist zudem der Artenreichste.
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In Südostasien befinden sich etwa 30% aller Regenwälder. Auf der Insel Borneo (Malaysia, Indonesien) befindet sich das größte zusammenhängende
Regenwaldgebiet Südostasiens, aber auch in Thailand, Kambodscha, Vietnam, Burma, Laos und Papua Neu Guinea existieren noch Regenwälder.
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Weitere 18% der weltweiten Regenwälder befinden sich auf dem schwarzen Kontinent, hier besonders in Zentralafrika. Die größte zusammenhängende
Fläche Afrikas liegt im Kongobecken.
Neben dies drei großen Gebieten gibt es auch noch kleinere Flächen, wie z.B. in Mittelamerika, Sri Lanka, auf Madagaskar, der Norden Australien und auf den Inseln des Pazifiks.
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Erscheinungsformen des tropischen Regenwalds?
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Die Erscheinungsformen des tropischen Regenwalds reichen von Mangrovenwäldern in Küstennähe über Tieflandregenwälder bis zu
Bergregenwälder, die noch in über 3000m Höhe gedeihen, wie etwa auf Neuguinea.
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| Tieflandregenwald |
- in Regionen bis 800m |
| Bergregenwald |
- in Höhen von ab 800m |
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- in Höhen bis 2500m geht der Bergregenwald teilweise in Nebelwald über |
| Mangrovenwald |
- an den tropischen Küsten |
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Manchmal lassen sich die verschiedenen Regenwaldtypen deutlich unterscheiden,
aber oft sind die Grenzen fließend.
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Regenwälder sind notgedrungen perfekte Kompostverwerter. Weil der Boden vom Regen sehr stark ausgewaschen ist, bilden die
Pflanzen keine tief ins Erdreich ragenden Wurzeln. Es genügt ein dichtes, flaches Wurzelgeflecht knapp unter der
Erdoberfläche. Des Weiteren haben sich die Urwälder zu "Recycling-Fabriken" entwickelt in dem jeder tote Käfer, jede
abgeknickte Liane oder jeder Tier-Kötel in einem ausgeklügelten Kreislauf wieder verwertet wird. Ein herabfallendes Blatt
ist in nur sechs Wochen vollständig kompostiert. In einem unserer Wälder dauert so etwas ein Jahr oder länger.
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