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Am nächsten Morgen war Wecken um 5.30 Uhr und im spärlichen Licht ging es
ins Bad zum duschen. Ein kurzer Schreck als ich bemerkte, dass ich nicht alleine
unter der Dusche stehe. Ein Käfer der Familie der Blatthornkäfer hatte sich
wohl in der Nacht unsere Dusche als Schutz vor dem Regen gesucht. |
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Am Vormittag sind wir zu einer Sittich-Lecke getourt, wo Papageien und Aras jeden
Tag zum Lehmpicken kommen. Bevor wir aus einen Versteck dieses Schauspiel
beobachten konnten, stand uns nach einer kurzen Bootsfahrt noch eine
einstündige Wanderung bevor. Für sämtliche Ausflüge sind Gummistiefel Pflicht.
Diese stehen in allen Grössen in der Lodge zur Verfügung. Bitte vorher
unbedingt kontrollieren ob sich ein Tierchen im Stiefel versteckt hat. Sonst drohen
kleine kriechende oder krabbelnde Überraschungen.
Ausgerüstet mit einem Teleskop und eigenen Ferngläsern konnten wir gut die
zahlreichen Mülleramazonen, Schwarzkappensittiche und Aras, wie der Hellrote Ara und der
Gelbbrustara sehen. Nach knapp 90 Minuten machten wir uns auf den Rückweg und
schauten bei einer Farm vorbei. Interrasant war hier der Medizinpfad.
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Für den Nachmittag hatte sich unser Guide die Tour zu einem weiteren
Versteck ausgesucht, von wo aus Affen, Wildschweine und Hirsche beobachtet
werden können. Trotz langem ausharren im Hochstand sind wir ohne Tiere zu
sichten wieder zur Lodge zurückgekehrt.
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Nach dem Abendessen unternahmen wir noch eine nächtlichen Ausfahrt auf dem
Fluss um Kaimane aufzusuchen. Hier hatten wir mehr Glück als am Nachmittag.
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Ein lauter Knall schreckte uns in der Nacht auf. Draußen wütete ein
heftiges Gewitter mit böigen Wind, so das etliche Regentropfen den Weg ins
Zimmer und sogar bis ins Bett fanden. Der Regen hielt bis zum Mittag an und
hatte Einfluss auf das weitere Tourprogramm. Zudem ist die Temperaturen um ca.
10 Grad auf knapp 20 Grad gefallen.
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Eigentlich wollten wir uns alle wieder um 6.00 Uhr zum Frühstück treffen,
aber die geplante zweistündige Wanderung zum Sachavacayoc-See wurde
abgesagt. Das Frühstück wurde um zwei Stunden verschoben. Diese
organisatorischen Dinge sind vorher abgesprochen. Werden die Touren
durchgeführt, wecken einen die Reiseleiter um 5.30 Uhr. Sollte auf Grund von
Regen die Touren verschoben werden, trifft man sich erst gegen 8.00 Uhr.
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Der Regen ließ einfach nicht nach. So entschieden wir uns dem Wetter zu
trotzen und sind zum nahegelegenen Condenado-See gewandert. Hier leben die
gefährdeten Riesenfischotter die nur von sehr wenigen Besuchern
(ca. 30%) gesichtet werden und der Hoatzin (Foto), ein sehr urtümlich wirkender Vogel. Kaum
waren wir mit dem Katamaran auf dem See unterwegs konnten wir doch
tatsächlich für wenige Momente die Riesenfischotter beobachten. Dies hatte
keiner von uns erwartet, auch wenn die Tieren nur aus einer grossen Entfernung
zu sehen waren.
Der Regen machte uns auch nichts mehr aus, da wir mittlerweile ersten alle
durchnässt waren und zweitens von den Erlebnissen hier am See fasziniert wurden. Wenig
später sahen wir dann auch mehrere Hoatzins in einem Baum sitzen. Durch
die Ferngläser konnten wir noch einige der Hellrot Aras und sogar ein Tukan sehen.
Ausserdem befanden sich in Ufernähe einige
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der Urwaldriesen mit ihren mächtigen Brettwurzeln. Auf dem Rückweg ließ dann
endlich der Regen etwas nach und am Nachmittag kam sogar die Sonne zum
Vorschein.
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Durch die Wetterbesserung stand der Wanderung zum Canopy-Tower, einem 45m hohen
Aussichtsturm, nichts mehr entgegen. Diesen erreichten wir nach einer knapp
halbstündigen Wanderung und wurden mit einer beeindruckenden Sicht über das
Blätterdach des Urwalds belohnt.
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Den mehrtätigen Aufenthaltes rundete eine Nachtwanderung ab, wo wir neben den
vielen Geräuschen von Insekten und Fröschen auch einige dieser Tierchen zu sehen
bekamen. So unter anderem Stabheuschrecken und Geiselspinnen, sowie
Blattschneideameisen bei ihrer Arbeit.
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Auch das gehört wohl zu einem richtigen Dschungelerlebnis dazu, als wir morgens
am Abreisetag ohne Wasser dastanden. Der Wassertank für den ganzen
Unterkunftsbereich war leer.
Während die anderen Tourteilnehmer ihren Urlaub in Peru fortsetzten, sind wir
über Cusco-Lima-Amsterdam nach Berlin zurückgeflogen.
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| Stand: Januar 2008 |