|
|
| BILDER - Fotos unserer Rundreise |
|
| UNTERWEGS IM REICH DER INKAS - Teil 1: LIMA - TITICACASEE |
|
|
Im November 2007 reisten wir 17 Tagelang durch Peru und lernten dabei unterschiedliche Regionen kennen.
Durch das Internet kamen wir zur Reiseagentur erlebe-fernreise GmbH, die verschiedene Reisebausteine anboten und nach unseren Wünschen eine komplette Tour zusammenstellten.
Vor Ort waren die Agenturen Class Adventure Travel und Lama Tours die Ansprechpartner.
Den Flug buchten wir separat bei KLM. Auf den drei Tourberichtseiten wollen wir einen kurzen Ablauf unsere Tour wiedergeben und auf den anderen Seiten stehen 171 Bilder, die auch vergrössert werden können, zur Ansicht bereit.
|
|
 |
In LIMA angekommen, empfing uns am Flughafen ein Mitarbeiter der Class Adventure Travel Agentur. Auf der Fahrt zum Hotel Antigua Miraflores wurden dann die Unterlagen, wie Voucher und Flugtickets der Inlandsflüge übergeben. In der peruanischen Hauptstadt blieben wir 3 Nächte und hatten somit zwei Tage Zeit zur Erkundung der Stadt. |
|
Der Stadtteil Miraflores ist ein moderner und belebter Stadtteil
mit vielen Geschäften, Hotels, Restaurants und einem Einkaufszentrum an der
Steilküste. Von den meisten Restaurants und Cafes im Center hat man einen
schönen Blick über das Meer. Daher haben wir uns es nicht nehmen lassen und
genossen diesen Ausblick öfters bei einer Tasse Kaffee bzw. bei einem Abendessen.
Ein beliebter Platz ist der Parque del Amor, der umgeben von einer Mauer aus
Mosaikfliesen ist und von dem wir ebenfalls einen herrlichen Blick über den
Pazifik hatten, sowie einige Paragleiter beobachten konnten. |
|
| Am zweiten Tag holte uns nach dem Frühstück ein spanisch
sprechender Fahrer zur einer Stadtrundfahrt ab. Er chauffierte uns durch
verschiedene Stadtteile, wie zum Beispiel dem Botschaftsviertel San Isidro.
Die Rundfahrt endete im Zentrum von Lima, wo wir mit dem Fahrer eine Zeit für
die Rückfahrt ausmachten.
|
|
|
Die Franziskanerkirche San Francisco war der erste Anlaufpunkt von uns. Es
dauerte zwar einige Minuten bevor die englischsprachige Tour startete, aber
diese Zeit hat sich gelohnt. Die 45-minütige Führung begann am Eingang zum
Kloster und führte uns bis in die Katakomben wo sich etwa 70.000 Gräber
befinden. Als eine der wenigen früheren Kolonialkirchen überstand die Iglesia
San Francisco mehrer Erdbeben.
|
|
Nur wenige Gehminuten weiter und wir standen auf der Plaza de Armas bzw. Plaza
Mayor wie der Hauptplatz auch noch genannt wird. Leider steht heute keines der
Originalgebäude mehr. Die Kathedrale von Lima wurde 1746 nach einem Erdbeben
wieder neu aufgebaut und ist nun das älteste Gebäude am Platz. Die
Rekonstruktion der Kirche beruht auf den frühen Plänen. Gleich neben der
Kathedrale steht der Palast des Erzbischofs, der Placio Arzobispal. Der
Palast ist fast eine Originalgetreue Rekonstruktion und beeindruckt durch seine
für das kolonialzeitliche Lima typischen hölzernen Balkone. Ebenfalls an der Plaza steht das Rathaus und der Palacio de Gobierno, die Residenz des peruanischen Staatsoberhauptes. Das eigentliche Schmuckstück befindet sich aber in der Mitte des Platzes. Es ist der Bronzebrunnen aus dem Jahre 1650. |
|
| Ein weitere sehenswerter Platz war der Plaza San Martin. Hier steht das Reiterdenkmal des Befreiers General San Martin, welches 1921 errichtet wurde. Auch das altehrwürdige Gran Hotel Bolivar im Kolonialstil befindet sich hier und ein Blick hinein ist lohnenswert. |
|
|
|
|
Von Lima aus ging es mit der Fluggesellschaft Lan Peru nach Arequipa, der
zweitgrößten Stadt des Landes. Auch hier wurden wir von einem Mitarbeiter der
zuständigen Agentur, diesmal Lama Tours, am Flughafen empfangen. Er brachte uns
zum Hotel La Hosteria im Herzen der Stadt. Eine kleine Kolonialvilla mit
Innenhof und ruhigen Zimmern. |
|
|
Für AREQUIPA (2350m) hatten wir einen ganzen Tag Zeit und
begannen mit dem Besuch des Museums Santury. Hier erfuhren wir einiges über die
Menschenopfer in den Anden. Der größte Schatz des Museums ist die mumifizierte
Leiche eines Inka-Mädchens, die im ewigen Eis eingefroren war. "Juanita,
die Eisprinzessin" ist in einer überwachten Gefrierkammer mit Glaswänden
untergebracht. |
|
|
Stolz der ganzen Stadt ist der Plaza de Armas mit der Kathedrale und den
zweistöckigen Kolonialgebäuden. Die Kathedrale nimmt die ganze Nordseite des
Hauptplatzes ein und wurde durch einen Brand (1844), sowie durch einem Erdbeben
(1868) fast völlig zerstört und immer wieder neu aufgebaut. Rund um die Plaza
befinden sich in den ca. 450 Jahre alten Kolonialgebäuden Cafes und
Restaurants, von wo wir aus das Treiben auf dem Platz beobachten konnten. |
|
|
Eine weitere Hauptattraktion in Arequipa ist das Kloster Santa Catalina, welches
von hohen Mauern umgeben ist. Es befindet sich in der Nähe des Hauptplatzes
direkt im Zentrum. Für unseren Rundgang durch die engen Gassen, Innenhöfen und
Wohnräumen brauchten wir ca. 3 Stunden. Das Monasterio de Santa Catalina wurde
1580 von einer reichen Witwe gegründet. Noch heute leben einige Nonnen in einen
abgelegenen Bereich des Klosters. Der größte Teil dieser Anlage ist aber für
Besucher freigegeben. |
|
|
|
|
Für die folgenden zwei Tage sind unternahmen wir einen Ausflug zum Colca Canyon. Pünktlich holte uns (leider nur) ein spanischsprechenden Fahrer mit einem allradangetriebenen Auto vom am Hotel ab. |
|
|
Von Arequipa ging die Fahrt bergaufwärts bis in eine Höhe von ca. 4300m.
Hier erstreckt sich das Naturschutzgebiet Reserva Nacional
Salinas Y Aguada Blanca. Kaum erreichte wir das Reservat waren auch schon die
ersten Vikunjaherden zu sehen. VIKUNJAS sind
zierliche wildlebenden Kleinkamele in Peru. In der Inka-Zeit durfte nur der
Herrscher Gewänder aus der kostbaren Vikunja-Wolle tragen. Später trafen wir
dann noch auf Alpakas und Lamas, die ja nicht mehr freilebend anzutreffen sind,
sondern als Zuchttiere bzw. Lasttier gehalten werden. |
|
|
Die Fahrt ging immer höher bis wir in 4910m den Pass Pata Pampa überquerten
und einen kurzen Stopp einlegten. Danach fuhren wir wieder hinab auf 3630m in
den Ort Chivay am Anfang des Canon del Colca. |
|
Der COLCA CANYON liegt zwischen hohen Vulkanen
und gilt mit seiner mehr als 3000 Meter Tiefe zu den tiefsten Canyons der Erde.
Er ist doppelt so tief als der Grand Canyon in den USA, aber mit nur 100km
Länge deutlich kürzer. Die Fahrt führte am Canyon entlang, vorbei an Terrassenanlagen
die bereits vor der Zeit der Inkas angelegt wurden und noch heute teilweise
benutzt werden. Hier wurden früher Gemüse wie Bohnen, Kartoffeln und Mais
angebaut. Nachmittags erreichten wir unsere Unterkunft die Colca Lodge. Sie
befindet sich zwischen einigen Terrassenanlagen und in den privaten heißen
Quellen konnten wir gut entspannen. Die Wassertemperatur in den steinumrandeten
Schwimmbädern betrug zwischen 35 und 39 Grad. Das Wasser kommt von den
umliegenden Vulkanen.
Von der Höhenkrankheit blieben wir zum Glück fast verschont. Nur durch leichte
Kopfschmerzen, die mit der Einnahme von einer Asperin gelindert wurden, machte
sich die Krankheit am nächsten Morgen bemerkbar. Sicherlich war es unseren zwei
Übernachtungen in Arequipa zu verdanken, dass wir von weiteren Symptomen wie
Übelkeit, Schlaflosigkeit, Unpässlichkeit usw. verschont geblieben sind.
Andere Gäste der Colca Lodge hatten nicht soviel Glück. |
|
|
Am nächsten Morgen ging die Fahrt weiter zum CRUZ
DEL CONDOR, den berühmtesten und beliebtesten Aussichtspunkt des Canyons.
Hier hat sich eine Kondorfamilie auf einem der Felsvorsprünge eingenistet und
mit etwas Glück kann man diese aus nächster Nähe beobachten, wenn sie vom
Aufwind getragen sich in die Höhe schrauben. Nach fast zwei Stunden des Wartens
konnten wir einen Kondor für einen kurzen Augenblick beobachten. |
|
|
Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stopp im Andendorf Maca und später
eine Mittagspause in Chivay. Danach fuhren wir wieder über den Pass Pata Pampa
zurück nach Arequipa. |
|
|
|
|
Einen Tag später fuhren wir mit der Busgesellschaft Ormeño und 2-stündiger
Verspätung von Arequipa nach Puno am Titicacasee.
Die knapp 6-stündige Fahrt verlief ohne Probleme. Die gemütlichen Schlafsessel und der Service (ein Essen und ein Getränk kostenlos) sorgten
für eine angenehme Fahrt. Wir erreichten Puno am späten Nachmittag und
übernachteten im Hotel Pukara, welches nur wenige Schritte von der
Fussgängerpromenade und den sich hier zahlreich befindenden Restaurants
entfernt lag. |
|
|
Puno (3830m) ist ein kleiner Ort am Titicacasee, dem Andenmeer wie der
höchstgelegene schiffbare See der Welt auch genannt wird. Sehenswert in Puno
ist die 1757 fertiggestellte barocke Kathedrale an der Plaza de Armas. |
|
|
 |
Am folgenden Tag ging es zu einem ganztätigen Ausflug auf dem TITICACASEE.
Durch die Agentur Class Adventure Travel und der örtliche Edgar Agentur
wurde ein typisches Ausflugsprogramm mit den Besuch der Inseln Flotantes
und Taquile zusammengestellt. Insgesamt waren wir um die 30 Touristen
auf dem Boot. |
|
Nur ca. 5km vom Hafen liegen die schwimmenden Inseln Flotantes. Hier leben
die UROS. Dieses stolze Volk war das einzige im
Inkareich, welches nicht von den Inkas unterworfen wurde. Sie zogen sich auf
ihren Schilfinseln im Titicacasee zurück. Heute sind die Uros die wichtigste
Touristenattraktion auf den mit über 170km Länge und 60km Breite grössten
See Südamerikas.
Nach der Ankunft auf einer dieser Inseln erklärte uns unser Guide den Aufbau
der Inseln und die Lebensweise der Einwohner. Nach knapp einer Stunden sind
wir dann für 10 Sol mit einem der typischen Schilfboote zu |
| einer anderen
Insel übergesetzt. Die meisten aus der Gruppe haben diese Möglichkeit leider
nicht genutzt und sind mit dem Ausflugsboot hinterhergefahren. Bekannt sind die Uros
für die Webkunst ihrer Frauen, die sich aber immer mehr an den Geschmack der
Touristen orientieren. Wohl verständlich, da die hier noch lebenden Menschen
vom Fischfang und Tourismus abhängig sind. Trotz der schwimmender Dörfer in
Asien (Kambodscha) haben wir bisher nichts Vergleichbares gesehen. |
|
|
Die Fahrt führte dann weiter zur ISLA TAQUILE,
wo die Inselbewohner die Sprache der Inkas Quechua sprechen. Berühmt ist die
Insel für ihre strickenden Männer, die wir aber nirgends begegnet sind. Wie
Nachtmützen sehen die Wollmützen der Männer aus, haben aber einen tief
verwurzelten Brauch. So tragen unverheiratete Männer rot-weisse Hüte und
verheiratete Männer rote Mützen. Die Frauen fallen durch ihre vielschichtigen
Röcken und bestickten Blusen auf. In Peru zählen diese prächtigen
Kleidungsstücke zu den am feinsten gearbeiteten folkloristischen Kleidern.
Noch bevor es zum Mittagessen ging wurden traditionelle Tänze aufgeführt und
wir animiert mitzumachen. Nur nebenbei erwähnt: nach einen kleinen Aufstieg vom
Hafen befanden wir uns in ca. 4000m Höhe. Am Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Puno, zuvor hatten wir noch etwas
Zeit um im Hauptdorf Souvenireinkäufe zu tätigen. |
|
|
|
Nach einer weiteren Nacht im Hotel Pukara stand uns eine weitere 6-stündige
Busfahrt bevor. Fast pünktlich sind wir mit dem Busunternehmen Imexso vom
Busbahnhof in Puno losgefahren. Ziel war die Andenstadt Cusco, die Hauptstadt
des Inka-Reiches. |
|
|
|
|
|
|
| Stand: Januar 2008 |
|